News, Veröffentlichung • 6. November 2011
Mit der Überschrift "Das entfesselte Krokodil von der Rückbank" schreibt Andrea Jenewein in den "Stuttgarter Nachrichten" über das Buch "Liebe, Tanz und Bretterbuden":

"Erinnerungen, Emotionen, Erlebnisse
- so preist der Klappentext das Buch an. Das klingt wie "Menschen, Tiere,
Sensationen". Also nach großem Zirkus.
Nach großem Spektakel.
Und tatsächlich, im jüngsten Buch von
Uwe Bogen geht es denn auch genau darum:
also um Menschen, Tiere und Sensationen.
Doch die Geschichten und Anekdoten aus
Stuttgart kommen so leise daher wie die Löwen
und Tiger in Harry Piels gleichnamigen
Film.
Sensationen bietet das Buch. Aber kein
großes Spektakel. Egal ob es in den Geschichten
des Autors und StN-Redakteurs
Uwe Bogen um das Wasser aus Indien geht,
mit dem der Zauberer Kalanag wochenlang
im Metropol die Massen begeisterte. Oder
darum, wie der Ballettintendant John
Cranko ein Tanzwunder schaffte. Oder um
die Frage, was von der Liederhalle übrig
blieb, nachdem Jimi Hendrix dort das erste
Rockkonzert gegeben hatte. Bogen schreibt
sachlich und fundiert statt reißerisch und
kühn - und gerade deshalb sind seine kleinen
Anekdoten pointiert statt provinziell.
In den "Richtlinien für Tänzerinnen", die
der Varieté-Verband 1961 beschlossen
hatte, heißt es: "Das Publikum darf nicht
zum Öffnen der Reißverschlüsse aufgefordert
werden." Mit dieser amüsanten Detailinformation
spickt Bogen sein Kapitel über
die Vereinigten Hüttenwerke, ehemals eine
Ansammlung von Behelfsläden und -wohnungen,
die zum Amüsierviertel wurden.
Der Autor Bogen hilft jedoch allen möglichen
Menschen aus den Hosen, um Erinnerungen
aus dem Leben der Stadt freizulegen.
Und mögen diese auch peinlich sein.
Wie die über Stuttgarts ehemaligen Oberbürgermeister
Arnulf Klett, der Journalisten
einst zu Rundfahrten mit Strip-Besichtigung
bat. "Was die Herren Redakteure
nicht wissen: Mit schwäbischer Sparsamkeit
hat das Rathaus zuvor die Nachtclubs
zu Sonderpreisen genötigt."
Doch nicht nur zur Unterhaltung dienen
die Geschichten. "Erinnerungen sind das
Fundament der Zukunft", schreibt Uwe Bogen
im Vorwort zu seinem Buch. "Was früher
war, macht vieles von heute verständlich.
Wer die Geschichte kennt, die Debatten
und Dramen von einst, die Liebe und
Tänze vor Jahrzehnten, kann seine Stadt
noch besser begreifen." So erklärt das Kapitel
über das Mineralbad Berg eindrucksvoll,
warum um die Zukunft des Bads im Jahr
2011 mal wieder heftig gestritten wird.
Auch auf altbekannte Anekdoten stößt man
in dem Buch von Uwe Bogen freilich, doch
sind auch diese immer wieder erinnerungswürdig
und lesenswert, zumal sie mit historischen
Fotos dekoriert sind. Gerhard Goller
etwa, der über Jahrzehnte Leiter der städtischen
Gaststättenbehörde war, hat etliche
Fotos beigesteuert, etwa von den den Vereinigten
Hüttenwerken. "Damals gab es keine
Parkschützer wie bei Stuttgart 21", sagt
Goller, "die den Abriss der Vereinigten Hüttenwerke,
einem Stück der Stuttgarter Subkultur,
verhindern wollten."
Und wo sind nun die Tiere, die versprochen
wurden? Ein Kapitel des Buches handelt
von Albert Schöchle, dem ehemaligen
Wilhelma-Chef. Dieser, so schreibt Uwe Bogen,
fuhr eines Tages mit einem Mitarbeiter
nach Karlsruhe, um das Krokodil namens
Fritz abzuholen. "Für den Transport nach
Stuttgart banden die beiden Fritz das Maul
zu und stülpten ihm einen Sack über. Dann
legten sie Fritz auf den Rücksitz des Wagens
und fuhren los", schreibt Uwe Bogen.
Der Leser ahnt: Das konnte nicht gutgehen.
Und wahrlich, auf der Fahrt befreite
sich Fritz erst aus dem Sack, dann auch vom
Seil.Obdie Geschichte trotzdem ein glückliches
Ende fand? Das darf an dieser Stelle
nicht verraten werden. Schließlich kann
man dem Kollegen nicht die Pointe wegnehmen.
Und dem Leser nicht das Erlebnis, wie
Erinnerungen, wenn gut beschrieben, zu einem
emotionalen Erlebnis werden können."
News, Veröffentlichung • 18. Oktober 2011

Gabriele Sauer, Sprecherin des Wartberg-Verlags, hat folgende Pressemitteilung über das Buch "Liebe, Tanz und Bretterbuden" verfasst:
"Erinnerungen, die ans Herz gehen, Anekdoten, die eine Stadt erklären: Der Blick in Stuttgarts Vergangenheit kann so vergnüglich wie lehrreich sein, wie Uwe Bogens Geschichten in der Neuerscheinung aus dem Wartberg Verlag mit Sprachwitz und Leichtigkeit beweisen.
Wer hat von den Vereinigten Hüttenwerken gehört? So nannte man bis zum Abriss in den 1970ern die bizarre Ansammlung an Bretterbuden, in der im heutigen Schwabenzentrum Strip, Nepp und Subkultur blühten. Was war dran am Wasser aus Indien, mit dem der Zauberer Kalanag wochenlang im Metropol die Massen begeisterte? Und wer kennt die Tricks, mit denen Wilhelma-Schlitzohr Albert Schöchle Stuttgart zu einem Zoo verhalf? Erinnerungen an den zunächst umstrittenen Bau des Fernsehturms werden ebenso lebendig wie an die Solitude-Rennen und an den Jubel, mit dem die Stadt noch vor dem Fall der Mauer Michail Gorbatschow wie einen Popstar feierte.
Lassen Sie sich von Uwe Bogen entführen zu einer abwechslungsreichen und vergnüglichen Erinnerungsreise in das Stuttgart vergangener Zeiten und vielleicht auch in Ihre ganz persönliche Vergangenheit! Eines ist sicher: dieses Buch wird Ihnen ganz neue Einblicke in Ihre Stadt schenken!
Genauso spannend wie die lebendig verfassten Geschichten sind auch die historischen Fotos, die das Bändchen bereichern. Viel Spaß beim Entdecken und Erinnern!
Der Autor:
Uwe Bogen, ein gebürtiger Stuttgarter, arbeitet seit vielen Jahren als Journalist bei den Stuttgarter Nachrichten und ist Autor mehrerer Romane und Bücher seiner Stadt.
Den Titel hat der Stuttgarter Designer Manuel Kloker gestaltet.
Bibliographische Angaben:
Uwe Bogen, Liebe, Tanz und Bretterbuden. Geschichten und Anekdoten aus Stuttgart
80 Seiten, gebunden, zahlr. S/w-Fotos, € 11,00, ISBN 978-3-8313-2149-0"
News, Veröffentlichung • 14. Oktober 2011
"Gott hab' sie selig", sagt Gerhard Goller und meint die Bar Madeleine. Vor über 40 Jahren hat sie der ehemalige Leiter der Gaststättenbehörde fotografiert. Das Bild aus den Vereinigten Hüttenwerken schmückt das Cover des Büchleins "Liebe, Tanz und Bretterbuden", das ab sofort in den Buchhandlungen und im Internet für elf Euro erhältlich ist (erschienen im Wartberg-Verlag). Erzählt werden darin Stuttgarter Geschichten und Anekdoten aus fünf Jahrzehnten.
Hier ein Auszug aus dem Vorwort: "Erinnerungen sind das Fundament der Zukunft. Von Zeit zu Zeit müssen wir zurückblicken, um nach vorne zu schauen. Man bekommt ein viel besseres Gefühl für eine Stadt, wenn man weiß, was früher hier geschehen ist. In diesem Buch sind Stuttgarter Geschichten und Anekdoten aus fünf Jahrzehnten enthalten, wie man sie so in den regionalen Geschichtsbüchern nicht findet. Wer hat vn den Vereinigten Hüttenwerken gehört? So nannte bis zum Abriss in den 1970ern die bizarre Ansammlung an Bretterbuden mit Rotlich und Rock'n'Roll auf dem Gelände des heutigen Schwabenzentrums. Weitere Geschichten beteffen das legendäre Bunkerhotel unterm Marktplatz, eine Liebe fürs Leben dank Crankos Ballettwunder, das erste Rockkonzert in der Liederhalle 1969 mit Jimi Hendrix, den Bau des zunächsten umstrittenen Fernsehturms, die Weitsicht des Kameramanns Justus Pankau und die Tricks des Wilhelma-Gründers Albert Schöchle. Menschen kommen darin vor, die Stuttgart geprägt haben. Was früher war, macht vieles von heute verständlich. Wer die Geschichte kennt, die Debatten und Dramen von einst, die Liebe und Tänze vor Jahrzehnten, kann seine Stadt noch besser begreifen."
News, Veröffentlichung • 1. September 2011
Die Druckfahnen sind gelesen und korrigiert, garantiert nicht alle Fehler gefunden. Doch jetzt ist's zu spät: Ab in den Druck! Das Büchlein "Liebe, Tanz und Bretterbuden" von Uwe Bogen soll ja in wenigen Wochen beim Wartberg-Verlag erscheinen. Dankeschön an alle, die bei dem Projekt mitgeholfen, tolle Geschichten erzählt und alte Fotos gefunden haben, dankeschön speziell an Gerhard Goller, Klaus von Maur, Thomas Hörner, Manuel Kloker, Topas, Justus Pankau, Armin Lang junior, Michael Presinger, George Bailey und natürlich besonders an die Lektorinnen Tanja Loos und Dr. Helga Zöttlein.
News, Veröffentlichung • 12. Juni 2011

Im Oktober erscheint ein kleines Buch mit 80 Seiten von Uwe Bogen beim Wartberg-Verlag. Titel: "Liebe, Tanz und Bretterbuden". Enthalten sind Stuttgarter Geschichten und Anekdoten aus fünf Jahrzehnten, wie man sie so in den regionalen Geschichtsbüchern nicht findet. Vielen Dank an den Stuttgarter Designer Manuel Kloker (von ihm stammt auch diese Webseite), der das Buchcover gestaltet hat. Ist sehr schön geworden, wie ich finde. Gerhard Goller, der langjährige Leiter der Gaststättenbehörde, hat Erinnerungen und Fotos beigesteuert. Das Titelfoto hat er vor 40 Jahren in den Vereinigten Hüttenwerken gemacht. So nannte man bis zum Abriss in den 1970ern die bizarre Ansammlung an Bretterbuden mit Rotlicht und Rock'n'Roll auf dem Gelände des heutigen Schwabenzentrums. Weitere Geschichten betreffen das legendäre Bunkerhotel unterm Marktplatz, eine Liebe fürs Leben dank Crankos Ballettwunder, das erste Rockkonzert der Liederhalle 1969 mit Jimi Hendrix, den Bau des zunächst umstrittenen Fernsehturms, die Weitsicht des Kameramanns Justus Pankau, die Blindfahrten des Zauberers Kalanag, die Tricks des Wilhelma-Gründers Albert Schöchle, die Solitude-Rennen und den Jubel, mit dem Stuttgart Michael Gorbatschow noch vor dem Fall der Mauer wie einen Popstar feierte.
Menschen kommen darin vor, die Stuttgart geprägt haben. Erinnerungen, Erlebnisse, Emotionen. Was früher war, macht vieles von heute verständlich. Wer die Geschichte kennt, die Debatten und Dramen von einst, die Liebe und Tänze vor Jahrzehnten, kann seine Stadt noch besser begreifen.
Das Büchlein (gebunden) kann ab sofort bei Amazon und beim Buchhandel vorbestellt werden. ISBN-10: 3831321493
News, Veröffentlichung • 19. April 2011
Weitere Reaktionen zum Buch "100 Gründe, warum wir Stuttgart lieben": Das Stadtmagazin "Lift" schreibt: "Kölner kommunizieren ihren Stadt-Patriotismus bei jeder Gelegenheit. Zieht man von Köln nach Stuttgart, erscheinen die Lobgesänge auf die Stadt hier sehr leise. Man muss aber nur lernen, genauer hinzuhören. Stuttgarter Autoren haben in diesem Buch ihre ganz persönliche Liebesgeschichte an ihre Stadt aufgeschrieben: mit schwäbischer Zurückhaltung, aber voller zärtlicher Verbundenheit."
Im "Stuttgarter Wochenblatt" steht: "100 Gründe, warum wir Stuttgart lieben" haben Herausgeber Uwe Bogen und seine Kollegen von den Stuttgarter Nachrichten in einem Buch zusammengetragen. 100 Liebeserklärungen, zwischen verrückt und solide, zwischen bescheiden und unbeugsam."
Und im "Top-Magazin" ist zu lesen: "Der 333-Kolumnist Uwe Bogen hat ein weiteres Buch über Stuttgart herausgegeben Aus ganz persönlichem Empfinden beschreiben Redakteure und Autoren der Stuttgarter Nachrichten in diesem Buch ihre 100 besten Gründe, warum sie Stuttgart lieben."
Sind die 100 Gründe nicht ein tolles Ostergeschenk? Der Erlös der Autorenhonorare geht an die Aktion Weihnachten der Stuttgarter Nachrichten. Die Hälfte der ersten Auflage ist nach wenigen Wochen bereits verkauft.
News, Veröffentlichung • 17. März 2011

Was unser Herz erfreut: Der Buchhandel hat äußerst positiv auf das neue Herzbuch reagiert. Und auch von den Lesern sind schöne Reaktionen gekommen. "100 Gründe, warum wir Stuttgart lieben", so heißt das Buch, in dem Redakteure und Autoren der Stuttgarter Nachrichten mit persönlichen Geschichten versuchen, das Wesen der Stadt zu ergründen. Begeistert ist Daniel Gotzen, der Marketing- und Vertriebsleiter Südwest des Sutton-Verlags, wie stark das Interesse daran ist. „Besonders die großen Buchhandlungen in der City und die Läden in den Stadtteilen haben das Buch sehr gut aufgenommen und optimal platziert“, berichtet er. Hugendubel an der Königstraße etwa hat gleich am Eingang als Blickfang einen Stapel dieser Liebesbücher aufgebaut. Da kommt keiner dran vorbei!
Hier nun ein paar Zitate aus Leserzuschriften. „Jeden Abend lese ich eines Ihrer schönen Kapitel“, schreibt Carmen W. , „das sind Kleinode, teilweise mit poetischer Tiefe.“ Gerhard R. meint: „Die Vielfalt der Schreiber macht das Buch so reizvoll.“ Karin H. hat das Buch ihrem Mann in eine Reha-Klinik nach Bad Wurzach geschickt: „Sein geliebtes Stuttgart fehlt ihm sehr. Da wird er mit diesem Buch sehr viel Freude haben.“ Matthias M. meint: "Das Buch ist sehr liebevoll gemacht. Ein ideales Geschenk!" Und eine Stuttgarter Firma hat eine große Menge der 100-Gründe-Bücher bestellt, um sie ebenfalls zu verschenken: „Viele unserer Geschäftsfreunde haben falsche Vorstellungen von Stuttgart.“ Die Stadtbücherei hat elf Exemplare geordert und will sie in der Zentrale sowie in Filialen verleihen.
Seinen ganz persönlichen Grund, warum er Stuttgart liebt, hat Verlagsvertreter Gotzen bei seiner Werberundfahrt für die Neuerscheinung herausgefunden: „Eine Fülle von kleinen und großen Buchhandlungen, über die Stadt verstreut, mal hell und modern, mal verstaubt und kruschtelig, mal ambitioniert-literarisch, mal mit Boulevard-Zeitung und Bestsellerregal, aber immer nah am Kunden. Ein ganz wichtiges Kriterium für den Buchhandel ist, ob der eigene Stadtteil/Kiez auch mit einem ,Grund' erwähnt ist. So freut man sich in den Buchhandlungen entlang der Schwabstraße über Tim Porzers Kolumne Nummer 36 und das dazugehörige Bild der Feuerseeschildkröte. Und ein Buchhändler im Ostend hält den auf Seite 37 abgebildeten Gaskessel Gaisburg für ein identitätsstiftendes und liebenswertes Merkmal. Offensichtlich geht es dem Stuttgarter gelegentlich wie dem Kölner: Über die Stadt als großes Ganzes darf man auch mal schimpfen, aber auf das eigene ,Veedel’ lässt man nichts kommen!“
News, Veröffentlichung • 22. Februar 2011
Das Liebes-Buch ist da. Folgen wir dem Glückszeichen: Im roten Herz steckt ein Turm. "100 Gründe, warum wir Stuttgart lieben", der Sammelband vom Sutton-Verlag zur S-Presso-Serie der Stuttgarter Nachrichten, ist ab sofort im Buchhandel sowie online erhältlich (klicken Sie hier: www.suttonverlag.de). In den Stuttgarter Buchhandlungen stapeln sich die Herzbücher gut platziert - bitte alle beim Abbauen helfen! 144 Seiten, über 40 Fotos, lesefreundliches Layout, kleine schöne Geschichten von über 40 Autoren, Einband gebunden, hochwertig verarbeitet, mit edler Weißoptik. Macht zusammen 14,95 Euro. Die ersten Reaktonen auf den neuen Band im Allgemeinen und auf Stuttgart im Besonderen liegen vor.
Mathias Richling, Kabarettist:
"Unverbesserliche behaupten, man könne in Stuttgart versauern. Ich weiß: Man kann in Stuttgart reifen! Nach dem Verhandlungserfolg von Heiner Geißler ist es dringend geboten, nicht nur den Bahnhof, sondern ganz Stuttgart unter die Erde zu legen. Wem man das 100-Gründe-Buch schicken sollte? Gegenfrage: Wird die Auflage so groß, dass ich alle aufzählen kann?"
Vincent Klink, Sternekoch:
"Schicken Sie doch bitte das Buch mit den erhellenden Argumenten an den OB Schuster. Ich glaube, er kennt seine Stadt zu wenig und seine Bürger fast gar nicht."
Frl. Wommy Wonder, Travestiekünstlerin:
"Das Buch sollten alle Comedians lesen, für die Stuttgart als Synonym für Spießigkeit für eine schlechte Pointe herhalten muss."
Christoph Sonntag, Kabarettist:
"Die Münchner brauchen das Buch! Was ich an Stuttgart liebe? Ziemlich viel: das Großstädtische im Übersichtlichen, das Weindorf, das Cannstatter Volksfest, das Sommerfest. Das Bad Berg und natürlich vor allem den Max-Eythsee."
Pierre M. Krause, TV-Moderator:
"Stuttgart ist ein Trainingslager für die Großstadt, sagte mir ein Wahl-Stuttgarter einst in einem Gespräch. Da ist was dran und genau das finde ich sympathisch. Groß, aber nicht großkotzig. Außerdem wurde ich als Badener bisher stets freundlich empfangen - das spricht für die Stuttgarter."
Michael Russ, Impresario:
"Wenn ich es richtig sehe, wird diese Stadt oft in einem falschen Licht gesehen und so auch beurteilt. Daher gibt es für dieses Buch viele Adressaten, ja all die, die Stuttgart mit Sparsamkeit, Trägheit, Langweile und anderen negativen Attributen sehen und versehen."
Oliver Ostermann, Moderator von Hitradio Antenne 1:
"Meine lieben Kollegen Martin Baum und Nina Betzler brauchen dieses Buch, damit sie schnellstmöglich erkennen, was sie in ihrer Vergangenheit bisher verpasst haben: eine liebevolle und kuschelige Großstadt. Nina ist gebürtige Hessin und Martin ein Hamburger Nordlicht. Falsche Vorstellungen von Stuttgart wollen wir da lieber gar nicht erst aufkommen lassen."
News, Veröffentlichung • 2. Februar 2011
Geht ja gut los. Heute war der erste Hinweis in der 333-Kolumne der "Stuttgarter Nachrichten" auf den Sammelband "100 Gründe, warum wir Stuttgart lieben", der in vier Wochen erscheint - und prompt kamen die ersten Anrufe und Mails mit Fragen wie "Wo gibt's denn das Buch?" und "Können Sie mir eines schicken?". Und es gab Bemerkungen wie "Wird Zeit, dass wir Stuttgarter uns nicht immer selbst schlecht machen" und "Das Buch brauch ich ganz dringend. Muss es einem Freund in Hamburg schenken, der keine Ahnung von Stuttgart hat."
Um die Fragen zu erklären: In der Zeitungsredaktion kann man das Buch nicht bestellen. Es erscheint im Sutton-Verlag, Erfurt, zum Finale der StN-Serie am 28. Februar. Dann gibt's das Buch mit Herz, Turm, 50 Fotos und einem Tropfen Blut in allen Buchhandlungen sowie bei Internetbuchhandlungen wie Amazon oder Weltbild für 14,95 Euro (144 Seiten, gebunden in den Maßen 12,5 auf 22,6 Zentimeter). Der Buchhandel nimmt ab sofort Vorbestellungen an.
Stuttgart, oft geschmäht und doch bewohnt. Über 40 Redakteure und Gastautoren der "Stuttgarter Nachrichten" haben mitgewirkt. Von der Praktikantin bis zum kommissarischen Chefredakteur, von Ingmar Volkmann, dem Redaktionsleiter des Stadtmagazins "Lift", bis zum StN-Kolumnisten Joe Bauer, ob hier aufgewachsen oder zugezogen - jeder hat seine spezielle Farbe aus dem kunterbunten Stuttgart ausgesucht. Alle Autoren und Fotografen, auch der Grafiker und der Herausgeber, verzichten auf ein Honorar. Der Bucherlös wird an die Aktion Weihnachten der Stuttgarter Nachrichten gespendet, die in der Stadt Menschen in Not hilft.
Wie Amors Pfeil trifft der Fernsehturm, Stuttgarts Wahrzeichen, auf dem Buchcover mitten ins Herz. StN-Grafiker Yann Lange hat den Titel entworfen. Das rote Herz zieht sich durchs ganze Buch. Beachten Sie den Blutstropfen. Es könnte Herzblut sein, mit dem Autoren schreiben, die 100 Gründe liefern, ein Buch zu kaufen.
News, Veröffentlichung • 10. Januar 2011
Gerade macht Uwe Bogen mit dem Sutton-Verlag ein neues Buch: "100 Gründe, warum wir Stuttgart lieben" erscheint Ende Februar mit 144 Seiten und etwa 50 Farbfotos der StN-Fotografen Franziska Kraufmann, Thomas Wagner, Thomas Hörner und Susanne Kern. Ein rotes Herz, das vom Fernsehturm durchstoßen wird, schmückt das Cover. StN-Grafiker Yann Lange hat es entworfen. Von Amors Pfeil werden Menschen zuweilen getroffen. Aber auch eine Stadt will geliebt werden. Seit fast zwei Jahren erscheint immer montags die ultimative Lobhudelei auf der Seite S-Presso der Stuttgarter Nachrichten. Die Serie ist bei den Lesern so gut angekommen und hat allen Beteiligten so viel Spaß gemacht, dass daraus nun ein Buch wird.
Hier der Klappentext:
"Liebe ist, wenn eine Stadt zu 100 kleinen Liebesgeschichten anregt. Aus ganz persönlichem Empfinden beschreiben Redakteure und Autoren der Stuttgarter Nachrichten in diesem Buch ihre 100 besten Gründe, warum sie Stuttgart lieben. Mal witzig, mal nachdenklich, mal trotzig, mal verzückt – aber immer lesenswert.
Seit dem Streit um einen neuen Bahnhof schaut die Nation erstaunt auf diese Stadt, die so bunt, so überraschend, so kreativ ist, dass die alten Klischees nicht mehr taugen. Auch wenn Stuttgart 21 die Bewohner teilt, gibt es weit mehr, was sie verbindet. Einzigartig ist die Kessellage, weshalb die Stuttgarter den Rand, über den sie hinausblicken, direkt vor der Haustür finden.
Und noch viel mehr finden sie hier: dörfliche Vertrautheit, Autos für die weite Welt, die Wärme einer Besenwirtschaft, die Kälte eines Mineralwasserbeckens, große schwäbische Schweiger und den Reichtum internationalen Sprachenklangs. Stuttgart, das ist Kurzurlaub im Süden und Heimatgefühl zugleich.
100 Liebeserklärungen, 100 Versuche, Stuttgart zu verstehen: zwischen verrückt und solide, zwischen bescheiden und unbeugsam. Dieses Buch bestärkt Verehrer der Stadt in ihrer auswärts nicht immer verstandenen Zuneigung, richtet sich aber auch an alle, die hierher ziehen wollen und Stuttgart-Fans werden könnten. So oder so - diese Stadt geht ans Herz."
News, Veröffentlichung • 8. Dezember 2010
Das Weihnachtsgeschäft brummt. Auf Platz eins der Stuttgart-Bestseller von Amazon steht das Buch "Stuttgart ist viel schöner als Berlin" mit Fotos von Franziska Kraufmann und Texten von Uwe Bogen. Der Titel, der von der Fußball-WM 2006 stammt, ist zum geflügelten Spruch in der Stadt geworden. Das Magazin „Merian“ hat über dieses Buch geschrieben: „Süffisant und witzig geht Uwe Bogen dem Phänomen Stuttgart auf die Spur.“
News, Veröffentlichung • 27.Oktober 2010
Man muss nicht alles immer gleich kaufen.
In der Stuttgarter Stadtbücherei kann man sich das schöne Leben jetzt auch ausleihen.
Den Roman "Her mit dem schönen Leben!" findet man unter der Signatur "Boge".
Auch fast alle anderen Bücher von Uwe Bogen sind in der Zentralbücherei,
in etlichen Zweigstellen sowie in der Fahrbücherei erhältlich.
Allein von "Unsere Kindheit in Stuttgart" gibt's 13 Exemplare zum Ausleihen.
News, Veröffentlichung • 06.Oktober 2010
Im Newsletter der Medienregion Stuttgart (Ausgabe 10) wird "Her mit dem schönen Leben!" empfohlen. Wer's nachlesen und mehr von der Medienregion erfahren will, kann hier klicken:
Hier zum Download.
"Liebe ist doch auch was für Männer"
Interview in den Stuttgarter Nachrichten vom 30. August 2010
StN-Redakteur und Romanautor Uwe Bogen über Frauenbücher, Grundgarstigkeit und die ewige Suche nach dem schönen Leben
News, Interview, Veröffentlichung • 30. August 2010
Im September erscheint die zweite Auflage des Romans "Her mit dem schönen Leben!" von StN-Redakteur und Gesellschaftskolumnist Uwe Bogen. Unter Kollegen sprachen wir mit ihm über Liebesgeschichten, Frauenbücher, Grundgarstigkeit und andere Therapieformen. Von Tom Hörner
Herr Kollege Bogen, wie oft bist du schon gefragt worden: Wo komme ich in deinem Buch vor?
Schon ein paarmal. Entweder kommt die Frage. Oder die Frage, ob ich selbst darin vorkomme. Das Letzte bestreite ich immer.
Wir sind unter uns. Also: Wer kommt darin vor?
So einfach kann man das nicht sagen. Man geht mit offenen Augen durch die Welt und schnappt allerhand auf. Das fließt dann in ein Buch ein. Aber es kommt keine reale Person darin vor. Oder hast du dich erkannt?
Nein, nicht. Das hat mich ja so enttäuscht.
Ich würde dir empfehlen: Such dir einfach eine Figur aus.
Gut, dann bin ich der alte schwule Sänger, dieser Eduard. Hat zu jeder Lebenssituation einen Spruch drauf. Das gefällt mir.
Siehst du, so einfach ist das. Jeder findet seine Figur.
Wenn ein Journalist nebenher ein Buch schreibt, dann fragen sich die lieben Kollegen: Ist der nicht ausgelastet?
Das würde ich so nicht sagen. Das meiste habe ich im vergangenen Jahr geschrieben, als ich wegen einer Knieoperation sechs Wochen nicht in der Redaktion war. Die Idee hatte ich schon vorher, aber fertiggestellt habe ich den Text in dieser Zeit.
Das heißt, das Buch war Teil der Therapie?
Was meinst Du? Therapie für was? Für den Kopf oder fürs Knie?
Ich meine gar nichts. Du sollst hier meinen. "Her mit dem schönen Leben!" handelt von der Liebe. Ist es ein Frauenbuch?
Liebe ist doch auch was für Männer. Oder nicht? Aber es ist, wie man hört, tatsächlich so, dass vor allem Frauen Bücher lesen. Männer lesen angeblich so gut wie nichts. Deshalb muss man ein Buch so schreiben, dass es auch Frauen interessiert.
Das Buch spielt, außer im Büro, auch auf Galas, im Musical, beim Dinner im Spiegelzelt - also in der Welt des Gesellschaftsreporters Bogen.
Man schreibt eben über die Welt, die man kennt. Das erspart die Recherche. Aber ich hab' das Buch nicht als Journalist geschrieben. Insofern spiegelt das Buch auch nicht ein Journalistenleben wider. Die Hauptfigur Felix arbeitet bei einer PR-Agentur. Die Idee war, über Irrtümer im Leben und in der Liebe zu schreiben. Vieles ist oft gar nicht so, wie es scheint. Wenn einem das klar wird, versteht man sich selbst und die anderen ein bisschen besser. Und man lernt, sich auf das Wesentliche zu konzentrieren.
Du bist einer, der nicht zu viel von sich preisgibt. Das heißt, wer etwas über den Bogen erfahren will, der muss das Buch lesen.
Da muss ich dich enttäuschen. Ich habe versucht, es so anzulegen, dass es möglichst weit weg von mir ist. Natürlich gelingt das nicht immer. Der Protagonist bekennt sich zu einer gewissen Grundgarstigkeit. Das gefällt mir auch für mich.
Was hat dich an der Buchform gereizt?
Mich überkommt hin und wieder die Lust, es mit einem Marathon zu versuchen. Als Zeitungsschreiber ist man eher Sprinter. Mit einem Buch ist es wirklich wie mit einem Langstreckenlauf. Hinterher ist man froh, dass es vorbei ist. Man ist aber auch froh, dass man es getan hat. Ein Zeitungsartikel ist schnell wieder vergessen. So ein Buch wirkt dann doch mehr nach. Man wird plötzlich von Kollegen besprochen und darf in der eigenen Zeitung ein Interview geben.
Hast du eine Lieblingsfigur?
Schwer zu sagen. Ich würde eher sagen, dass mir die Handlung im Ganzen am Herzen liegt. Die spielt sich innerhalb weniger Tage ab. Es geht im Wesentlichen darum, dass manches im Leben anders ist, als man denkt. Die Hauptfigur Felix glaubt, dass seine Frau ihn verlassen hat. Dies ist der Grund, weshalb Felix sein bisheriges Leben infrage stellt und alles ins Rollen kommt.
Wie bist du auf den Titel gekommen?
Der steht als Graffito an der Stadtbahnhaltestelle Schreiberstraße. Da bin ich schon oft vorbeigefahren. Wäre gar kein schlechter Titel für ein Buch, dachte ich oft. Weil's bisher kein anderer gemacht hat, habe ich's übernommen. Ein schönes Leben will jeder. Aber jeder versteht etwas anderes darunter.
"Her mit dem schönen Leben!" heißt auch, man muss etwas dafür tun.
Richtig. Und das heißt auch, nicht zu hohe Ansprüche an sich selbst zu stellen, mit kleinen Dingen zufrieden zu sein. Gesundheit und Zufriedenheit mit sich selbst, sagt man, macht ein schönes Leben aus. Im Buch sagt der Tenor: Man kann das Leben nicht immer verstehen, viel wichtiger ist, es zu genießen.
Wie war bisher der Tenor der Kritiken?
Es hat sich bisher niemand getraut, etwas Negatives zu sagen oder zu schreiben. Ich habe viel Post bekommen.
Bist du jetzt Literat?
So hoch würde ich es nicht hängen. Das Buch ist Unterhaltung. Es soll beim Lesen Spaß machen, so wie es mir auch beim Schreiben Spaß gemacht hat. Außerdem ist jede Form des Schreibens eine gute Schule für Journalisten.
Journalisten sind wenig geübt darin, Dialoge zu schreiben. Die Dialoge im Buch wirken natürlich.
An denen wurde auch gefeilt. Dialoge schreibt man auf, liest sie laut vor, arbeitet daran, bis sie stimmen.
Die erste Auflage war ruck, zuck vergriffen.
Hat mich auch gewundert. Es lief gut, vor allem in der Schweiz, wo auch der Verlag sitzt.
Das ist der Lohn dafür, dass du auf Lokalkolorit verzichtet hast.
Möglich. Mir war es wichtig, eine Geschichte zu schreiben, die unabhängig von Stuttgart funktioniert.
Muss ein Journalist irgendwann ein Buch schreiben, um das Gefühl zu haben, mal was für die Ewigkeit getan zu haben?
Du hast doch auch eins geschrieben.
Ja, aber meines ist über die erste Auflage nicht hinausgekommen. Außerdem gab es darin keine Handlung.
Alles, was ich produziere, sind Gebrauchstexte. Aber natürlich wird an einem Buch anders gearbeitet. Da werden mit der Lektorin Kämpfe ausgetragen, dafür hat man im Zeitungsalltag gar keine Zeit. Meine Lektorin Katarina Graf Mullis hat gute Arbeit geleistet. Sie war mit dem Buch zufrieden, was man selbst ja nicht ist. Bis zuletzt will man alles umschreiben, was aber nicht geht.
Was liest du gerade?
Die gepfefferten Erinnerungen von Vincent Klink. Ich finde es großartig, wenn ein Spitzenkoch auch sehr gut schreiben kann. Der Klink ist ein erstklassiger Erzähler. Aber er hat halt auch was zu erzählen.
In einer Besprechung zu deinem Buch stand sinngemäß der Satz: Der Mann hat den Bogen raus. Das heißt, mit dem Nachnamen bist du auf der sicheren Seite.
Würde ich nicht sagen. Es könnte auch einer auf den Gedanken kommen und schreiben: Der hat den Bogen überspannt.
News, Veröffentlichung • 24. Juli 2010
Nur wenige Wochen nach dem Erscheinen von "Her mit dem schönen Leben!" rotieren in der Schweiz
die Druckmaschinen. Die zweite Auflage kommt! In etlichen Buchhandlungen werden Kunden vertröstet,
wenn sie das Buch kaufen wollen. Dabei sind noch nicht alle Exemplare der ersten Auflage weg. Restbestände
gibt es noch bei libri, Amazon, Hugendubel und KNV. Der Nachdruck startet am 26. Juli.
News, Veröffentlichung • 17. Juli 2010
Das schöne Leben häppchenweise: Seit Samstag, 17. Juli, druckt die Pforzheimer Zeitung das Buch "Her mit dem schönen Leben!"
als Fortsetzungsroman. Tag für Tag endet eine Folge mit diesem wunderschönen Schluss. Fortsetzung folgt!
Fortsetzung folgt - nichts bleibt stehen, alles geht weiter. Fortsetzung folgt - und wir folgen den Fortsetzungen! Sandra Pfäfflin, die Kulturchefin der Pforzheimer Zeitung, hat den Fortsetzungsroman aus Stuttgart so vorgestellt:
Kurzweilig wie eine Kolumne: Das neue Buch von Uwe Bogen
STUTTGART/PFORZHEIM.
Kann man sich so eine Chance entgehen lassen? Nein, kann man nicht – zumindest nicht, wenn man Uwe Bogen heißt und Lieblings-Klatschreporter nicht nur ganz vieler Schwaben ist. „Her mit dem schönen Leben“ – dieser an der Haltestelle Schreiberstraße im Stuttgarter Süden an die Wand gesprühte Sinnspruch durfte nicht einfach kommentarlos hingenommen werden.
Denn wie so ein schönes Leben aussieht und warum jeder es haben will, das hat der Autor nun auf 180 Seiten ebenso amüsant wie kurzweilig beschrieben. Dabei ist sein Protagonist Felix eigentlich alles andere als glücklich. Seine Frau Lisa auf Abwegen in Amsterdam, bei der Nachfolge-Frage in seiner PR-Agentur steht er nicht gerade oben auf der Liste, seine Seilschaften im Büro funktionieren alles andere als geschmiert… Und dann kommen ihm noch ein korrupter Fernseh-Moderator, eine heiße E-Mail-Affäre und eine Erpressung in die Quere. Kein Wunder, dass im Felix’schen Haushalt einiges Geschirr zerdeppert wird.
Doch zum Glück gibt es da noch Tenor Eduard, der als leicht angegrauter Amor Felix unter seine Fittiche nimmt. Gerade mal während zehn Tagen spielt der Hauptteil des Romans, der sich wie eine einzige launig geschriebene Kolumne aus der Landeshauptstadt liest.
Ein Buch, das nicht unbedingt ein schönes Leben, aber sicher viele vergnügliche Stunden beschert.
News, Veröffentlichung, Interview • 04. Juni 2010
Wenn man in Stuttgart als Stift seine Kohlen verdient, trifft man zwangsläufig immer wieder auf die selben Kollegen. Den Herrn Setzer löst man beim Afrob-Interview im Medienhaus ab, Martin unterstütze ich am liebsten bei seinen Reportagen an der Stange in der Corso und Uwe Bogen läuft man unter Garantie am Rande der roten Teppichles dieser Stadt über den Weg.
Uwe ist Gesellschaftsreporter bei den Stuttgarter Nachrichten und mit Joe Bauer das Highlight dieser Zeitung. Jetzt hat der altgediente Journalist mit „Her mit dem schönen Leben“ mal eben einen feinen Roman in die Tasten gehauen, der ideal zum anstehenden Sommer passt. Mit kessel.tv sprach Uwe Bogen über Marathon, Grundgarstigkeit und Schweizer Interesse an Stuttgart.
Du schmeißt bei den Nachrichten das Vermischte, jetzt hast du auch noch ein Roman herausgehauen, dein siebtes Buch bereits. Ist dir langweilig?
Bogen: Langweilig ist mir selten. Aber nach einer Knie-Operation im vergangenen Sommer konnte ich sechs Wochen lang nur wenig machen außer daheim rumhängen. Da habe ich das meiste der Geschichte verfasst.
Was ist die Idee hinter dem Buch?
Bogen: Die Idee war, über Irrtümer des Lebens und der Liebe zu schreiben. Vieles ist gar nicht so, wie es scheint. Der Protagonist fürchtet, seine Frau habe ihn verlassen, weil alle Anzeichen dafür sprechen.
Die ausweglose Lage, in der er sich zu befinden scheint, weil auch noch im Büro angeblich eine Intrige gegen ihn läuft, zwingt ihn dazu, über Grundsätzliches in seinem Leben nachzudenken. Da kommt er auf eine ganz neue Sichtweise.
„Her mit den schönen Leben“ ist mein siebtes Buch, aber nicht mein siebter Roman. Ich habe einige Stuttgart-Bücher geschrieben, etwa über die Königstraße. Zeitungsartikel sind Kurzstrecken. Ein Marathon ab und zu macht mir Spaß.
Wie viel von dir selbst steckt in dem Buch?
Bogen: Ich habe versucht, die Hauptperson des Buches weit weg von mir anzusiedeln. Natürlich gelingt das nicht immer. Der Protagonist bekennt sich dazu, an einer gewissen Grundgarstigkeit festzuhalten. Seine kratzbürstigen Fähigkeiten, sagt er, hat er im Laufe der Jahre gut entwickelt. Das gefällt mir auch für mich.
Das große Finale des Buchs steigt in einem Musical-Center, zuvor gab es eine wichtige Szene in einer Dinner-Show und an einer Hotelbar in der Nähe der Messe.
Die Stuttgart-Bezüge sind überall da, ganz konkret sprichst du die Stadt als Ort der Handlung aber nicht an. Wieso?
Bogen: Das Buch erscheint in einem Verlag in Zürich. Es ist vor allem in Schweizer Buchhandlungen zu finden. Und da interessiert man sich nicht so sehr für Stuttgart. Außerdem habe ich ja zuletzt einige Stuttgart-Bücher geschrieben, da wollte ich mal was anderes machen.
Protagonist Felix hat sich „Her mit dem schönen Leben“ als Lebensmaxime gewählt nach einem Graffito im Stuttgarter Süden.
Was macht für dich schönes Leben aus?
Bogen: Gesundheit und Zufriedenheit mit sich selbst, antwortet man auf diese Frage gern. In dem Buch sagt der ältere Tenor, bei dem auch nicht immer alles rund gelaufen ist: Man kann das Leben nicht immer verstehen, viel wichtiger aber ist, es zu genießen.
Er spricht von seinem Hund Caruso. Ein Hundeleben sei so wunderbar einfach gestrickt. Caruso weckt die guten Seiten in ihm und stimmt ihn milde, sagt er. Von ihm lerne er, sich auf das Wesentliche zu konzentrieren.
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